Chorsingen auf Krankenschein

- frei nach Eugen Roth -

Ein Mensch erlebt ein Stimmungstief. Bei ihm läuft ziemlich alles schief. Dumpf brütet er die Wände an. Am Leben liegt ihm wenig dran.

Der Abwärtstrend nimmt seinen Lauf. Da hält ein guter Freund ihn auf:
Du musst was ändern! Ich schlag vor: Versuch's mit Singen in 'nem Chor!

Es soll von großer Wirkung sein, belebt den Geist, nimmt Seelenpein. Und außerdem kommst du dann raus aus selbst gebautem Schneckenhaus!

Nun ja, vielleicht - mal irgendwann tu ich den Schritt, fang's Singen an. Nur jetzt fühl ich mich gar nicht gut Für Neues mangelt's mir an Mut.

Doch in der Nacht, man glaubt es kaum, erhält er Order durch 'nen Traum. Nein, kneifen hat jetzt keinen Sinn. Er muss zum Chor letztendlich hin.

Die Knie zitternd tritt er ein. Wie? Was? Hier endet Seelenpein? Wer jetzt noch falsch singt, fliegt gleich raus! Des Leiters Stimme schallt durch's Haus.

Das ist wohl der verkehrte Ort! Der Mensch macht kehrt, will lieber fort. Doch ach, kein Fluchtweg ist zu sehn. Was nun? Man bleibt ganz einfach stehn,

stimmbildet sich und atmet tief, teilt sich den kollektiven Mief, gibt sich anscheinend unbeschwert, als ob man schon dazugehört.

Die Zeit vergeht, der Mensch blüht auf, und seine Wandlung nimmt den Lauf.
Sieh da, man hat ihn gar ertappt, dass es bereits mit Lachen klappt!

Wahrscheinlich war er nicht gehemmt, ihm war das Zwerchfell eingeklemmt!
Der Dirigent, der kennt so was und scheut nicht den geringsten Spaß,

turnt, tanzt - mit Einsatz animiert und so das Zwerchfell stimuliert.  Der Mensch lässt locker, folgt dem Lauf, gibt Widerstand und Zweifel auf.

Und dann das Singen! Wunderschön! Als einer zwischen vielen stehn, umhüllt von Klang und Harmonie! Der Mensch ist froh so wie noch nie.

Vom feinsten ist die Medizin, die steckt in solchem Singen drin. Wenn Herzenswärme dirigiert, wird gleich die Wirkung potenziert.


Der Mensch ist nahezu kuriert, und dankbar er es konstatiert:
Oh, jeder ist ein großer Thor, der nicht wird Teil von einem Chor.

© 2013 Renate Frommhold

Wir danken Frau Renate Frommhold für die Zustimmung zur Veröffentlichung dieses schönen Gedichtes. Es trifft vieles im Kern warum wir eine Gemeinschaft bilden und zusammen singen.

 

 

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